Eine Kaffeepause ist wie ein kleiner Urlaub

Lieben Sie auch Ihre Tasse Kaffee in der Kaffeepause? Der Duft, der durch das Haus zieht, eine kleine Haube aus Schaum auf dem schwarzen Getränk, und am besten schmeckt er in guter Gesellschaft, bei einem inspirierenden Gespräch.

Das wissen auch die Franzosen und Italiener. In Italien und Frankreich ist der Kaffeeautomat DER Treffpunkt am Arbeitsplatz. Die Atmosphäre der Kaffeepause beflügelt die Kreativität. Auch zum schwedischen Lebensstil gehört die „Fika“, die kleine Auszeit, zum Tag. Mit einem heißen Getränk, meist Kaffee, und einem süßen Teilchen, gehört sie zum Arbeitsalltag.

Wir wirkt Kaffee im Körper?

Jedes Jahr werden Hunderte neuer wissenschaftlicher Studien veröffentlicht. Während sie früher eher mit negativen Assoziationen wie Bluthochdruck verknüpft wurden, wird heute eher die gesundheits-fördernde Wirkung betont.

Kaffeepause von Kopf bis Fuß

Die meisten analysieren die Wirkung der Bitterstoffe und des Geschmacks zuerst im Mund – aber für mich beginnt der Genuss des Kaffees in der Nase bzw. im Kopfkino. Bei uns wird der Kaffee frisch gemahlen, mit einer Handmühle. Und danach aufgegossen in einem Handfilter – so entwickelt sich der typische Duft der Röstaromen, der durch das Haus zieht. Und das Kopfkino geht an, die Vorfreude ist da.

Der bittere Geschmack von Kaffee

enfaltet sich über die Geschmacksknospen auf der Zunge, wobei die Aromen eigentlich in der Nase wahrgenommen werden. Sahne mit dem Fett als Geschmacksträger kann den Effekt noch verstärken, wobei die Bitterstoffe gemildert werden.

Koffein – vom Magen über den Dünndarm

Und von dort mit dem Blut in den ganzen Körper – so entsteht die belebende und verdauungs-fördernde Wirkung. Nach 30 Minuten ist die maximale Blutkonzentration des Koffeins erreicht.

Die Blut-Hirn-Schranke überwindet das Koffein der letzten Kaffeepause fast ungehindert. Im Nervensystem dockt das Koffein an die Rezeptoren für Adenosin an, besetzt sie, aber ohne dem Körper Müdigkeit zu signalisieren – was das Adenosin tun würde. So ist keine Müdigkeit fühlbar, sondern wir fühlen uns angeregt durch den Kaffee.

Die Gewohnheit von Kaffeepausen

Wenn man sich an die Kaffeepause gewöhnt hat, können ohne Kaffee Kopfschmerzen auftreten. Koffein verengt die Gefäße, und offenbar „wartet“ der Körper mit der Zeit auf seien Kaffee. Er stellt vermutlich die Gefäße prophylaktisch weit. Allerdings kann ein Espresso mit Zitrone auch Kopfschmerzen ganz schnell lindern.

Die Art, Kaffee zu filtern, beeinflusst die Wirkung

Kafeebohnen enthalten Kahweol und Cafestol, diese können die Cholesterinwerte im Blut erhöhen. Im Papierfilter bleiben sie hängen – und so hat der handgefilterte Kaffee keinen Einfluss auf denn Cholesterinspiegel.

Kaffee für das Herz und die Nieren

Durch Ausschüttung der Stresshormone Cortisol und Adrenalin schlägt das Herz schneller, der Puls steigt, auch das führt zu einem angeregten Gefühl nach der Kaffeepause. Der Blutdruck ist für ca. 3 Stunden etwas erhöht, was bei Menschen mit niedrigem Blutdruck ein angenehmer Effekt ist. Die Nieren tätigkeit wird kurzfristig angeregt, ebenso der Darm und die Galle (durch die Bitterstoffe).